Die Fahrt nach Norwegen

Die Fahrt nach Norwegen

Visualisierung des Traums: Fahrt nach Norwegen

Es war geplant mit einem Boot nach Norwegen zu reisen, wir standen an dem Rand der Küste und blickten über das Meer. Viel Kletterarbeit war nötig um die Klippen zu erklimmen. Da stand ich nun… ca. 100 m über dem Meer. Als ich hinunterblickte sah ich das Meer wie es gegen die schroffen Felsen schlug. Dazwischen klein eine kleine Yacht… unser Boot für die Überfahrt. Mir blieb nichts anderes als hinunterzuspringen. Es war kalt, sehr kalt und der Wind der das Wasser aufwühlte gab nur einen kleinen Eindruck davon, mit welch eisiger Umarmung einen das Wasser auffangen würde.

Alle waren schon im Boot versammelt, nur meine Wenigkeit bedurfte noch der Anwesenheit. Die Motoren heulten schon auf und man rief mir zu doch auch endlich hinzu zu stoßen. Die Klippe auf der ich stand ward nur noch ein kreisrunder Felsen der in die Höhe schoß, gerade oben soviel Platz das man stehen konnte. Das Gefühl er immer kleiner wurde. Ich lies mich in die Tiefe gleiten. Die Nacht würde mich schon führen. Ich traf das Boot nicht sondern schlug kurz daneben auf das Wasser auf, mein Wollpullover sog sich sofort mit dem salzigen Nass voll, jedoch vermochte er mich nicht in die Tiefe zu ziehen. Wir setzten zum Ufer über, alle waren sehr besorgt, es wäre viel zu kalt, ich solle meine Sachen trockenen und wir würden dann fahren.

In einer nahgelegenen Blockhütte trocknete ich meine Sachen und sprang halt nackt durch die Gegend. Ich genoss die Kälte auf meiner Haut, nahezu von erotisierender Wirkung war der kalte Wind auf meiner Haut, er flüsterte mir Fetzen ins Ohr von fernen Abenteuern. Nächsten Tag entschied sich die Meute den Bootstrip nach Norwegen abzublasen. Lediglich zwei mir bekannte Gesichter wollten doch noch nach Norwegen, sie meinten es gäbe einen schleichweg über die Alpen, nahe der Schweiz, man bräuchte kein Boot.

So saßen wir nun im Auto, ein Kleinwagen voll mit Gepäck und uns Drei. Ich kannte die beiden Zwillingsbrüder, schaute zu ihnen auf und hatte eine gewisse Ehrfurcht vor ihnen, man mag es Respekt nennen. Ich freute mich auf 2 Wochen Urlaub in Norwegen, konnte das weisse Gold kaum noch erwarten. Langsam begannen sich die Wälder und Wiesen um uns herum einzufärben. Immer mehr Schneefetzen setzten sich auf Zweig und Strauch hernieder um uns den Weg zu zeigen.

Als wir ein kleines Bergdurf nahe der schweizer Grenze erreichten, hielten wir kurz an. Ich beschloss meine letzten Euro vom Geldautomaten zu holen, überraschend wies mein Konto mehr Deckung auf als erwartet, ich war guter Dinge, stellte aber fest, das das Mehrgeld draufgehen wird um Klamotten zu kaufen. Ich hatte in der Eile keine Sachen eingepackt, lediglich nur ein paar Dinge für die Bootsfahrt.

Als wir das Dörfchen dann verliesen nahmen uns die Berge willkommen in ihre Arme auf, die Straßen wurden windiger, der Wind zugiger und Eis und Schnee soweit das Auge reichte. Plötzlich flog vor uns auf einem Waldweg ein Auto durch die Luft. Aus dem Stand heraus schleuderte es um die eigene Achse und landete auf dem Dach. Ich drang wir müssen nachsehen. Schon als ich die Fahrertür des Autos mit müh und Not öffnete sah ich drinnen blutüberströmte Gesichter. Ich erkundigte mich nach ihrem Zustand, alles schien ok zu sein, sie sahen furchtbar aus, jedoch sagten sie, sie wären guter Dinge und sowas passiert bei dem Auto öfters. Wir begleiteten die Insaßen zu einem nahen Gasthaus. Man lud uns ein über Nacht zu bleiben. Wir willigten ein.

Über Nacht schien sich das einsame Gasthaus dann zu füllen, es war ein riesiger Tumult von oben zu hören. Die Neugier dürstete in mir und so ging ich auf Erkundung. Aus dem Festsaal drang Licht, ich drückte die Klinke runter und ging hinein. Drinnen tobte eine Mischung aus wildem Fest und Konferenz. Wichtige Leute saßen in der Mitte an einer großen kreisrunden Tafel während viele Menschen drumherum aufgeregt auf und ab gingen. Die Leute aus dem merkwürdigen Auto waren auch anwesend und stürmten gleich auf mich zu. Sie führten mich scheinbar zu einer Art Oberhaupt, der mir zu verstehen gab, wie es um das Spektakel hier bestellt war, sie waren alle wichtig, aber sie waren alle auch kriminell. Nicht nur kriminell, sie waren soetwas wie Oberhäupter von kriminellen Vereinigungen die aus den umliegenden Ländern kamen. Doch waren sie alle auch recht einfach gehalten. Sie hatten alle Geld, waren jedoch einfach gekleidet und brachen sich keinen ab mit mir ins Gespräch zu kommen. Mir wurde aus Dankbarkeit für die schnelle Hilfe bei dem Unfall ein Angebot unterbreitet, viel Geld zu verdienen. Ich sollte eine führende Position in einer Vereinigung meiner Wahl übernehmen, was ich dankend ablehnte. Auch wenn die Versuchung wirklich groß war. Nun war man nicht mehr so freundlich und verwies mich und meine Reisepartner mitten in der Nacht des Gasthauses.

Wir erreichten tief in den Bergen die schweizer Grenze. An der Grenze war kein weiterkommen mehr mit dem Auto, lediglich ein kleiner verträumter Bahnhof wartete auf Fahrgäste. Im Bahnhof stand ein Hochgeschwindigkeitszug und wartete auf die Abreise. Er passte wirklich überhauptnicht hier her. Alles war so verwinkelt und verträumt, mit Schnee bedeckt wie in einem Märchen und dann dieser futuristische anmutende Zug. Wir stiegen nach der Passkontrolle den Zug und nächster Stop war Norwegen. Im Zug sagte mir einer meiner Begleiter das die nächsten Tage wohl sehr schön werden. Ich erkundigte mich, warum Tage ? Wollten wir nicht 2 Wochen Urlaub machen ? Der andere Bruder meinte dann wohl, das es wohl nur ein Tag werden könnte, da ihr Betrieb wohl auch nicht so gut läuft und sie schnell für finanziellen Nachschub sorgen müssten. Nun gut dachte ich mir, genießen wir wenigstens diesen kleinen Moment des Abenteuers. Der Zug gewann immer mehr an Geschwindigkeit und zischte mit einem Donnern durch das Felsmassiv.

Ich war total fasziniert, war doch kein Tunnel vorhanden. Er raste direkt in den Felsen und durch diesen hindurch. Der Zugbegleiter erzählte mir von der neusten Erfindung der schweizer Ingenieurskunst und das dieser Zug hier noch in einem Teststadium ist, wir mussten dann auch unterschreiben, nichts nach außen zu tragen. Man könne damit durch jegliches Element hindurch fahren. Ich war absolut fasziniert. Ein seltsames surren lies die Wagons ab und an rappeln. Dann hies es auch schon, nächster halt… Norwegen… (Dann erwachte ich)

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