Ein Philosoph, bedeutet im griechischen soviel wie “Freund der Weisheit”, ist ein Mensch, der danach strebt, Antworten auf alle Fragen des Lebens zu finden. Ist bestrebt das Denken und Fühlen und das Warum mit den Gesetzmässigkeiten unseres Seins in Zusammenhang zu bringen, vielleicht auch aber nur jemand der neugierig ist und den Zwist zwischen Verstand und Gefühlen analysiert und versucht beizulegen.
Umgangssprachlich wird oft ein Philosoph mit einem Poeten verwechselt, jemand der sich um das sein Gedanken macht und dann abschweift in bildhafter Leidenschaft. Es ist schwer zu definieren, ist Philosophie doch allzuoft trocken und fast unmenschlich, da er versucht die Emotionen dabei aussen vor zu lassen, da sie das Urteilsvermögen als ganzes trüben und verwischen, obwohl jede Äusserung immer subjektiv ist.
Demnach könnte man Maler, Musiker, Dichter und sonsitge künstlersich tätige Geister als Poeten einstufen ? So einfach ist es auch wiederum nicht, den viele Künstler drücken mit ihren Pinseln, Klaviaturen und Federn Dinge aus die man schwer auf den Punkt bringen kann, sehr subjektiv lösen sie bei jedem Menschen unterschiedliche Gefühle aus.
Kritiker sind nun wieder diejenigen die es gern Rückwerts angehen, sie schauen auf die Gefühle des Malers oder des Musikers, was er wohl beim erschaffen seines Werkes gefühlt hat, was ausdrücken wollte, wollte er überhaupt bewusst etwas ausdrücken und ist ihm dies gelungen ? Viele Menschen bezeichnen mich oft als Philosoph, weil ich mich mit Hingabe der Frage des “Warums” widme, dabei ist es mehr die Sicht auf das Leben. Die Dualität des seins, die Wahrheit. Nicht nur eine Wahrheit oder meine Wahrheit, nein, die Wahrheit, obwohl ich mich manchmal frage, ob es etwas ändern würde die Wahrheit zu kennen, da wir sie ja in jedem Moment erfahren. Es ist dabei oft nicht einfach diese zu erkennen, eigene Gefühle wirken ein, Erinnerungen, Widerstand der anderen. Oftmals wirft eine Frage unzählige weitere auf und so verliert man sich fast an einer Abzweigung und landet bei Antworten die niemand fragte. Aber macht dies auch nicht die Frage interessant, ja ist eine Frage nicht erst interessant wenn sie keine Antwort hat, bzw. bedarf ? Es ist sehr einfach ein Kritiker zu sein, doch ist ein Kritiker nicht auch jemand der diese Wahrheit sucht ? Nur das er weniger eigene Gedankengänge formt sondern mehr die der anderen unter die Lupe nimmt. Wenn man dann den Überblick im Wald der gedanklichen Verzweigungen und Gabelungen verliert, kommt man gern auf den Entschluss einfach leben. Man muss nicht immer alles wissen, vieles wird dadurch entzaubert, vieles wird dadurch erklärt. Vieles verliert an Reiz und wird durchschaubar, ja berechenbar. Doch meist bilden sich dadurch neue Reize und Begierden, die den Hunger nach mehr noch vergrößern. Voller Spannung blicke ich dann auf mich selbst, wo wird es mich hinbringen, wie denke ich in 10 oder 20 Jahren. Werden meine jetzigen Gedanken hinfällig oder bestärkt. Auf der Reise durch diesen Wald bleibt man nicht verschont von der einen oder anderen unsanften Begegnung mit sich selbst, doch auch dies ist nur eine Frage des Blickwinkels. Mang beginnt zu begreifen, zu sehen, vor allem das schwierigste, sich selbst. Das Leben ist ein Abenteuer, das Sein an sich eine Flut an Vielfalt und Möglichkeiten. Mögen so viel wie möglich meinen Geist bereichern.








