An der Visualisierung von Klängen hat man sich schon oft versucht, sei es einfache Effekthaschereien in diversen MP3-Playern, als auch multidimensionale Audiowelten in Videoclips. Ein besonderes Schmankerl fand ich jedoch auf der Suche nach etwas ganz anderem, wie so oft. Der Grundgedanke hierbei ist nicht ein MP3-Analyzer auf Basis des Lautstärkeausschlags im Tiefen-, Höhen- und Mittenbereichs, hier geht man weg von dem eher oberflächlichen Gekratze bei der Soundvisualisierung. Die Diagramme in “The Shape of Song” zeigen die musikalische Struktur des Stücks als Reihenfolge lichtdurchlässiger Bögen an. Jeder Bogen schließt zwei wiederholte, identische Durchgänge eines Aufbaus an. Indem es wiederholte Durchgänge als Signposts verwendet, veranschaulicht das Diagramm die tiefe Struktur des Aufbaus. Als Ausgangsmaterial dienen hierbei Midifiles, die gefüllt sind mit Noten, Notenlänge, Controllereinstellungen etc. Diese werden chronologisch abgetastet und umgewandelt in diese seltsam, aber doch esthetisch anmutenden Halbbögen. Sozusagen ein Fingerabdruck eines jeden Songs. Spielerei, ja sicher, aber eine augenfreundliche.








