Der Tod ist bunt

Der Tod ist bunt

TierleichenwerbungEin kritisches Thema immer und immer wieder, da ich selbst Veganer bin wird man oft, gerade bei neuen Kontakten, darauf angesprochen. Woran erkennt man einen Veganer ? Eigentlich garnicht, es sind Menschen wie Du und ich. Ich persönlich denke, das sich solche Menschen dadurch auszeichnen, das sie sich Gedanken machen, ein Bewusstsein für das Leben selbst entwickeln. Viele Menschen leben nur wie Zombies vor sich hin, gehen 8 Stunden pro Tag arbeiten, suchen am Wochenende Zerstreuung und den Spass in Diskotheken, Kinos oder im Bett. Sie leben nicht, sie existieren einfach nur. Die Ernährung ist nur ein Bruchteil dessen was etwas über einen Menschen verrät. Wenn ein Mensch sich veganisch ernährt zeugt es auf jedenfall für einen gesunden offenen Geist. Natürlich gibt es auch Menschen die aus gesundheitlichen Gründen eine solche Ernährung vorziehen, aber in den meisten Fällen ist der Auslöser das ethische Empfinden für mich und andere.

Ich selbst habe früher Fleisch oft konsumiert, gedankenlos auf der Suche nach Genuss in mich reingeschaufelt. Mit steigendem Alter jedoch wirft man die Zwänge und Deformierungen des Geistes langsam ab, man wird erwachsen und dies hängt nicht vom körperlichen Alter ab. Gerade das Ego der meisten Menschen treibt sie dazu eine Festung von Lügen und Illusionen aufzubauen. Für viele wird es immer schwerer diese Mauern zu durchstoßen, gerade in ihrer Kindheit werden sie von den Lügen und falschen Erfahrungen ihrer Eltern geprägt. Man kann den Eltern keinen Vorwurf machen, die meisten tun es unbewusst und sind so mit der Zerstreuung und Verdrängung ihrer eigenen Gedanken und Moral beschäftigt daß das Kind automatisch eine Portion dieser mit eingetrichtert bekommt, denn Mama ist die Beste und hat sowieso immer Recht, die Liebe zwischen Eltern und Kinder verstärkt das ganze noch.

Die Erziehung der Medien und des Staates tut ihr übriges. Diese Unwahrheiten stecken so tief das selbst wenn man ihnen diese vor Augen führt sie schockiert zurückschrecken und allerlei Ausflüchte suchen. Was lernen wir aus den Kindertagen ? Achja, wie werden wir ein guter Konsument. Dies beginnt schon mit der Schule und dem Lernzwang, eine freie Entfaltung des kindlichen Geistes wird damit fast vollends im Keim erstickt, es geht sogar soweit das Wünsche der Erziehungsberechtigten und der Gesellschaft, langsam für seine eigenen gehalten werden. TiermordDie weisse Unschuld bekommt Flecken, der Herranwachsende wird immer mehr zu einem guten Konsumenten erzogen. Denn aus dem Kind muß ja etwas werden. Warum, ist es denn nicht schon jemand ? Eltern sind sich oft der Erziehung ihrer Sprösslinge garnicht richtig bewusst, sie meinen gute Eltern zu sein wenn sie immer brav die Windeln wechseln, für gutes Essen sorgen und das Kind anspornen “Du musst was werden”. Besonders gute Konsumenten dürfen sogar später diktieren was Gesund ist, was angesagt ist, wer etwas darf und wer nicht. Sie werden die zukünftigen Lenker dieser kaputten Gesellschaft. Die geprägten, unbewussten Lügen der Kindheit haben ihre volle Wirkung erzielt. Nun darf er selbst zur Mutation dieser Beitragen und sie weiter vorran treiben. Diese Menschen sind kaum noch aufzuhalten, ihr Ego hat schon die ganze Kontrolle über sie übernommen. Jegliche Argumente werden abgeschmettert mit belanglosem blah blah, du hast keine Ahnung, das war schon immer so, andere machens doch auch etc.

Ein wacher Geist versucht den Schaden den er verursacht, so gering wie möglich zu halten. Denn ein jedes Lebewesen ist auf der Suche nach seinem Glück, egal ob Pferd, Tiger, Kuh oder Mensch. Nun kommt meist das Argument, das Tiere sich auch gegenseitig fressen zur Geltung, das stimmt, aber: Tiere jagen nur was sie brauchen, Fleischfresser haben eine kürzere Lebensdauer und nun kratzen wir am Ego des Fleischfressers, Du bist doch ein Mensch, willst Du Dich auf die Stufe mit einem Tier stellen ? Solltest Du nicht die höhere Intelligenz dazu nutzen andere mit weniger Segnung dieser, zu behüten ? Zumal der Mensch schon soweit gegangen ist er den Tod zur Kunstform erhoben hat, bunte Verpackungen und lachende Tiere sollen über die Todeskämpfe und Angstschreihe der Tiere hinwegtäuschen.

Wir stehlen ihnen Milch, Honig, Fleisch, Leben etc. und regen uns dann noch über jedes kleine Zimperlein auf. Sprechen von Liebe und Hingabe, ein guter Mensch ist man doch, man tut ja keinem etwas. Hier sieht man deutlich das brutale Ausmaß der Augenwischerei. Doch der Mensch ist sich ja nichtmal seiner selbst bewusst, wie kann man es von ihm verlangen auch für andere Lebewesen zugänglich zu sein. Bringen wir uns doch sogar gegenseitig um, sei es aus Eifersucht, Gier oder verletztem Ego. Nach oben will fast jeder und sei es auf den Köpfen anderer. Hier beginnt das Spiel der Lügen, Illusionen und Unversprechen. Der Mensch ist leider noch nicht zu Änderungen bereit, die Handvoll die sich befreit geben Grund zur Hoffnung, vielleicht wissen wir uns ja selbst noch zu überraschen, denn unser eigen Glück liegt in den Händen anderer und kann nur als Geschenk empfangen werden.

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