Das Leben

Das Leben

Sommer 2006Heute ist ein merkwürdiger Tag, viele Ereignisse in den vergangenen Monaten haben sich überschlagen, der einsiedlerische Pessimist, mit dem Verständnis für die Probleme Anderer, ist zu einem freudig ins Leben blickenden Geist geworden, die Gewitterwolken haben sich auf jeden Fall stark gelichtet. Was ist passiert ? Das Leben, im umgangssprachlichen und wörtlichen Sinne. Viel zu oft zerbrach ich mir den Kopf über meine Mitmenschen, die Gesellschaft und dem sozialen Gefüge. Mit der Zeit habe ich gelernt, das man aktiv, im “großem Gefüge” nichts erreichen kann, also bleibe ich dort stehen wo ich durch Eigeninitiative etwas erreichen kann, meiner Selbst und den Menschen die mir nahe stehen. Selbst augenscheinlich negative Ereignisse kehrten sich, wenn man den Blickwinkel ändert. Man muss einfach aus jeder Situation das beste machen, weil wirklich passieren kann einem im Leben ja nix, selbst der Tod ist nur eine Mauer über diese man nicht blicken kann oder soll. So bleibt man mit den Gedanken auch mehr da wo man ist, im Jetzt. Vielleicht habe ich mich ja endlich meiner Altlasten entledigt, im wahrsten Sinne, die nächste Stufe erreicht. Ich glaub ich werde erwachsen …nein nicht wirklich, dazu macht mir Kind sein viel zu viel Spass. Seit vielen Jahren mal wieder ein zufriedener Sommer, auch wenn die Sonne mich immer noch nicht leiden kann. Ich empfinde die schwülen Sommernächte als angenehmer, wenn das Gras noch nach Tag duftet und der Mond die Sinne fokusiert. Tag und Nacht, Mann Frau, Leben und Tod, Freud und Leid… Was wären wir ohne den Wandel des Moments ? Erleuchtung oder Stillstand ? Egal. So mögen wir uns erfreuen am Leben, ein entfliehen gibt es nicht… also lebt es.

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