Seit Beginn meines Lebens kam ich immer wieder in Kontakt mit den körperlichen Verlangen von mir und anderen. Anfangs wertungslos beobachtet, später wertungslos nachgeahmt, ohne Grund und Gedanke, einfach nur aus Neugier. Die bekannten Doktorspiele im zarten Kindesalter, im Jugendalter dann die ersten Augen für Hefte, Videos und den tiefen Ausschnitt der Mitschülerinnen. Was spielte da die Fantasie mit einem. Bald brauchte ich keine Hefte mehr, was spielte doch die Fantasie für eine gehobene Rolle, schon damals stellte ich fest, Sex findet zum größten Teil im Kopf statt.
Die Natur segnete uns Menschen mit einer wirklich kurzweiligen Art und Weise der Fortpflanzung. Da unser Intellekt natürlich wie alles andere gern zum Selbstwohl und Genuss zweckentfremdet, war das Wunder der Vermehrung schnell zur Kurzweil erhoben. Wie Fliegen vermehren wir uns, würzen das Ganze noch mit etwas Romantik und Poesie, schalten Konsequenzen und Zweck aus. Doch auch dieser kann man geschwind überdrüssig werden, immer erfinderischer und “fantasievoller” wurden die Auswüchse der auftretenden Sucht. Alsbald ward die Möglichkeit das Wunder der Geburt abzutöten und die sexuelle Vereinigung zweier Paarungswilliger stand nun gänzlich im Zeichen der Lust. Sex ein Spektakel für die Massen, kostengünstig und flexibel. Als Jugendlicher, dem Erwachsensein zielstrebig entgegenfiebernd verband ich unsagbar viel damit, es müsste doch wundervoll sein, alle meine Hormone spielten verrückt wenn ich nur daran dachte. Dann geschah es eines Tages, ich ging dieser Tätigkeit mit einer guten Freundin, mangels kurzweil, nach. Der positive Aspekt des zeitverlustes ist dieser Art der Beschäftigung nicht abzuschreiben, jedoch prallte da zum ersten mal Fantasie und Realität aufeinander. Ich stimmte überein mit der Masse, das diese Art der Kopulation den Begriff Sex verdiente. Ich stellte fest das ich nach dieser Art und weise mich lieber wieder der Fantasie zuschrieb, kommende Partnerwechsel zerstörten diese Hoffnung noch mehr. Meine Meinung das Sex im Kopf stattfindet erhärtete sich. Da ich schon immer ein Mensch mit viel Fantasie war schrieb ich meine Geschichten und Fantasien alsbald nieder. Quasi auf der Suche nach etwas anderem als \”Sex\”, nach dem was ich in der Fantasie erlebte. Ich erlebte ihn im fortgeschrittenen Mannesalter, als ich die Hoffnung schon aufgab, erreichte mich ein gar warmer Strahl der mein Gesicht erhellte, tief in mich drang und Körper und Seele beherrschte… ich war nicht verliebt, nein ich liebte. Ich hatte einen Menschen gefunden bei dem ich mich Zuhause fühlte, einen Menschen der mich körperlich und geistig erfüllte. Das Monster der Sehnsucht fraß die Zeit die wir einander hatten gierig auf, es war “wundervoll”. Wenn man meiner Definition von Liebe folgt: “Das temporäre Gefühl den richtigen Partner gefunden zu haben zur Zeugung von Nachwuchs.” So ward es diese Person, zum ersten mal trafen Fantasie und Realität aufeinander und ich lernte etwas Neues, wenn Liebe und Sex sich vereinen kann unglaubliche Leidenschaft entfesselt werden, die einen Nahezu den Verstand raubt. Quasi die Bereitschaft für Nachwuchs steigt, ich denke es kann in solch einem Fall sehr lang halten, mit sehr viel Glück gesegnet und viele Liebessinnprodukte (Kinder) erzeugen, da Liebe jedoch von egoistischer Natur ist, ist man immer von dem anderen abhängig, der Pakt für zwei wo jederzeit jeder aussteigen kann, egal welcher Versprechen, die Erfahrung lehrt es. Also geniesse man den Moment und male zum lächenln anregende und verträumte Momente in seine Erinnerungen.
Ich wünsche einen ertragreichen Sommer…








