Namensgebung

Namensgebung

Wie schwer es ist den richtigen Namen für sich oder einem Alterego zu finden, weiss ich anhand meiner jahrelangen Rollenspielerfahrung. Wieviel Stunden verbrachte ich an Charactereditoren um den passenden Namen zu finden um dann nach mehreren Stunden Spielspass dann doch das Urteil, nein, lieber nicht, löschen neu erstellen und doch einen anderen Namen. Dabei sind Namen Schall und Rauch, erst der Mensch der ihn bekleidet, gibt ihm eine Assoziation.

Einen Namen für einen Rollenspielcharacter zu finden, schön und gut, es ist ja nur zum Spiel, zum Spass, zur Zerstreuung. Aber wie schwer tut man sich mit der Namensfindung wenn es um den Namen von jemand anderen geht, sogar jemanden den man noch nicht kennt, nichts von ihm weiss, ausser zarten Umrissen auf einem Ultraschallfoto. Genau dies beschäftigt mich nun seit einiger Zeit. Man malt sich aus, welchen Namen würde ich wählen, wenn ich die Möglichkeit hätte. Namen gibt es wie Sand am Meer, jedes Sandkorn könnte einen haben, es gibt wohlklingende, respektvolle, ehrfürchtige, amüsante, einfache, nichtssagende etc. etc. etc.

Auf der Suche durch das Netz habe ich mir mal die derzeitig angesagten Babynamen (welch Wortschöpfung, muss derjenige diesen “Babynamen” doch den Rest seines Lebens tragen) angeschaut. Folgende sind Namen sind derzeit in den Namencharts am angesagtesten:

Jungennamen:

  1. Luca
  2. Leon
  3. Paul
  4. Lukas
  5. Jonas
  6. Jan
  7. Tim
  8. Alexander
  9. Maximilian
  10. Julian
  11. Felix
  12. Justin
  13. Finn
  14. Nico
  15. Noah
  16. Kevin
  17. Elias
  18. Max
  19. Tom
  20. David

Mädchennamen:

  1. Lara
  2. Lea
  3. Leonie
  4. Sophie
  5. Marie
  6. Laura
  7. Lena
  8. Emma
  9. Emily
  10. Anna
  11. Lisa
  12. Michelle
  13. Sarah
  14. Chiara
  15. Vanessa
  16. Hannah
  17. Julia
  18. Mia
  19. Lilly
  20. Nele

Hmmm, da erkenne ich viele wieder die ich selbst in Erwägung zog, mein eigener Name rangiert sogar auf Platz 8 der Bliebtheitscharts. So viele Namen die wohlklingen aber wohl derzeit sehr oft vergeben werden. Es ist für ein Kind ja auch nicht schön wenn in seiner Schulklasse mit einem mal gleich 4 Sarahs oder 3 Leons sind. Zumal der Sinn eines Namens, nehmlich der Unterscheidung dann etwas verloren gehen würde. Neu in Mode sind dazu noch Doppelnamen oder gar Dreifachnamen. Dies hätte den Vorteil der junge Mann oder die Dame später immerhin noch Alternativnamen hätte und auf diese Weise die vorgeschlagenen Namen beider Elternteile mit berücksichtigt werden können.

Als einzelne Namen fände ich Nelly, Lilly, Sophie, Angelina, Desirée, Jocelyn oder im Falle es ein Junge wird… Rupert… (grins). Ernst bei Seite, als Jungenname fände ich Brooklyn heiss (wuff) ich merk schon, ich bin noch zu verspielt mit dem Thema… vielleicht ermahnt mich ja meine Schokoladenseite zur Ernshaftigkeit und ich denke, dann finden wir schon etwas Klangvolles, womit auch der/die Kleine und der Rest der Welt leben kann. Bis Februar ist ja noch etwas Zeit…. etwas…

jemand eine Idee ? ;)

4 Responses to “Namensgebung”

  1. Angela schrieb am Oktober 6th, 2006 um 21:45 Uhr

    Brooklyn???????
    Gut dass ich da auch noch ein Wörtchen mit zu reden habe ;-).
    Wow ich nenne meinen Sohn wie eine Stadt…..
    aahhhhhh das werden noch heiße Diskussionen bis Februar, ich sehe das schon :-)
    Aber wird eh sicher ein Mädchen, da bleibe ich bei ;-) und da kann ich mich besser mit anfreunden.
    Schön dass du meinen derzeitigen Favouriten, Angelina und Sophie auch gefallen findest. Aber zum Glück haben wir noch Zeit uns Gedanken zu machen.
    So lange mir keiner mit Rupert kommt, kämen mir andere Ideen auch gelegen :-)

    Schönen lieben Gruß
    -die Mama- ;-)

  2. Azila schrieb am November 24th, 2006 um 14:14 Uhr

    Meine früheren Favoriten (unkreativ, weil Standart)
    Joshua(weils so ein schön weicher Klang ist) Aaron(aus Star Trek, Name von Spoks helfer glaube ich) Lukas(Luke aus Star Wars)
    Linea(die mit der Feuerbohne aus dem Kinderbuch) Elise (Für Elise, mein Lieblingslied) Sophie(damit sie weise und philosophisch wird)
    Anne(weil ich viele nette Annas kannte und es ein name war der in Renés familie weitergegeben wurde)-Marie(wie meine beste Freundin) Hélène(Mondstrahl-der Name der in meiner Familie weitergegeben wird)

    Kiara fand ich auch schön, war der Name eines Mädchens aus Polen.

    Alienor oder Eleonore fiel auch unter meine Favoriten weil das Leo was mit einem Löwen zu tun haben schien, im Endeffekt heisst es aber etwas wie Licht…

    In Deutschland gibt es bestimmte Richtlinien für die Namensgebung:

    Der Vorname…

    … muss als solcher erkennbar sein.
    … muss eindeutig männlich oder weiblich sein.
    … darf dem Kindeswohl nicht schaden.
    … darf kein Orts-, Familien- oder Markenname sein.
    … muss innerhalb eines Monats nach der Geburt festgelegt werden.
    … kann nicht rechtlich geschützt werden

    Eine Person kann mehrere Vornamen, muss aber mindestens einen Vornamen besitzen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes dürfen einem Neugeborenen maximal fünf Vornamen gegeben werden.

    Die Reihenfolge der Vornamen stellt keine Rangfolge dar.
    —————————————-

    Karlsruhe – Die Eltern von Himmelblau, Morgenstern und Emma Tiger haben für ihre Kinder ungewöhnliche Vornamen gefunden.

    Auch wenn die deutschen Standesämter und Gerichte nach Einschätzung von Experten immer großzügiger werden – alle Namensvorschläge lassen sie längst nicht durchgehen.
    In Deutschland gibt es keine gesetzlichen Regelungen zur Zulässigkeit von Vornamen. Darüber dürfen Eltern – durch das Grundgesetz verbürgt – nahezu frei entscheiden. Dieses Recht hat das Bundesverfassungsgericht zuletzt im November dieses Jahres bekräftigt.

    Die Karlsruher Richter erlaubten einem Elternpaar, seinen Sohn Anderson Bernd Peter zu nennen. Das Standesamt in Karlsruhe hatte sich zunächst quer gestellt: Anderson sei in Deutschland nur als Nachname gebräuchlich. Das bezweifelte das höchste deutsche Gericht und stellte im Urteil unmissverständlich klar: In das Recht auf freie Namenswahl dürfen die Behörden nur eingreifen, wenn die Eltern verantwortungslos handeln und ihrem Kind schaden.

    Diese Gefahr sehen die Gerichte zum Beispiel, wenn der Vorname nicht als solcher zu erkennen ist oder wenn unklar bleibt, ob es ein Mädchen- oder Jungenname ist. Dabei sind die Gerichte inzwischen nicht mehr allzu streng: So entschied das Oberlandesgericht Hamm im März 2005, dass Jungen Luca oder Luka heißen dürfen – der Name werde überwiegend an männlichen Nachwuchs vergeben und das reiche aus.

    Je erfindungsreicher die Eltern, desto schwieriger sei eine Antwort. Steht etwa ein Urlaubsort für den Namen Pate, ist laut Rodríguez nicht immer sofort klar, dass es sich überhaupt um einen Vornamen handelt. Marrakesh und Andalucia gingen aber in Ordnung.

    Häufig dienten Prominente oder Filmhelden als Vorlage, sagt Müller. Wie bei den Galadriels und Legolas, die ihre Vornamen dem Streifen “Herr der Ringe” verdankten.

    Grenzen gibt es auch für die Zahl der Vornamen. Das hat eine Mutter aus Nordrhein-Westfalen erfahren, die ihren Jungen so nennen wollte: “Chenekwahow, Tecumseh, Migiskau, Kioma, Ernesto, Inti, Prithibi, Pathar, Chajara, Majim, Henriko und Alessandro”. Sie scheiterte Anfang 2004 mit einer Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe. Zuvor hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf die Namenskette auf fünf begrenzt. Laut OLG haben zwölf Namen einen “erheblich belästigenden Charakter” für das Kind.

  3. Azila schrieb am November 24th, 2006 um 14:20 Uhr

    Es ist zu bedenken, ob man dem Kind etwas Einzigartiges mitgeben will um es in seiner Individualität zu unterstützen.
    Genauso kann man argumentieren, dass es in der Masse untergehen soll um keine besonderen Schwierigkeiten zu bekommen.
    Bei der Auswahl kann man auch auf religiöse Vorbildung achten (ich bin mit meinem eindeutig christlichen Namen unzufrieden) oder es einem bestimmten Kulturkreis zuordnen will.
    Ein Name ist nicht immer nur Schall und Rauch, oft scheint er eine gewisse Macht auszuüben. Nicht umsonst heisst es in der Rhetorik und Werbung, dass ein Mensch als liebstes Wort seinen eigenen Namen hört.

  4. Azila schrieb am November 24th, 2006 um 16:33 Uhr

    Ich wäge gerade ab ob es nicht auch snnvoll wäre ein Mädchen mit einem bewusst romantischem Namen zu belegen, da man am Telefon und in Dokumenten (Bewerbung) ja auch einen bestimmten Eindruck vermitteln will, ohne dass man dabei gesehen wird.

    Wobei Rosalinde in 180+90 Kilo eben eher wie ne Kuh wirkt als wie eine Prinzessin-wie im Webdesign muss man eben verschiedene Plattformen berücksichtigen…

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